Der Elektriker war da – Die Grund-Stromversorgung des Studios

Der Elektriker war da – Die Strom-Grundversorgung des Studios

Was wäre ein Tonstudio ohne Strom?

Liegt es also nahe, sich über eine Stelle im Haus Gedanken zu machen, wo man den nötigen Saft für seine späteren tollen Geräte, dem Licht, der Klimaanlage usw. herbekommt.

Klar ist auch, dass eine normale Schukosteckdose in einer bestehenden Wand mit einer normalen 16A Absicherung etwas knapp werden könnte. Wir wollen ja auch nichts dem Zufall überlassen und haben natürlich alles bis aufs Detail genau durchgeplant.

Ebenfalls klar ist, dass die Hauptzuleitung und der Schaltschrank für das Studio bei uns der Fachmann gemacht hat. Zum ersten, weil ich persönlich nicht viel Ahnung von Elektrik in der Praxis habe und zweitens wegen der technischen Abnahme und der Gewährleistung.

In der Vorplanung der Hauptstromversorgung geht es in erster Linie darum:

Wie viele Stromkreise brauche ich und wie hoch müssen diese abgesichert sein. Die Aufteilung des späteren Gesamtobjekts „Tonstudio“ auf verschiedene Stromkreise hat mehrere Gründe:

1. Man stellt sicher, dass ein Stromkreis (auch bei extremen Pegelspitzen) nicht überlastet wird und ständig die Sicherung fliegt. Oder schlimmer, dass Leitungen oder Geräte zerstört werden.

2. Ist dies eine erste Maßnahme um event. Störgeräusche im späteren Audiosignal zu vermeiden. Ich betone „erste oder eine Maßnahme“ da für ein sauberes Audiosignal viele, viele Faktoren eine Rolle spielen können. Aber ich glaube, hierzu gibt es einen oder sogar mehrere separate Blogs. Wichtig in diesem Zug ist z.B. schon die richtige Wahl und die Verlegung der Kabel, die richtige Erdung usw. – Dazu aber genauer in einem anderen Blog.

Wir entschieden uns für einen Ort für den Verteilerkasten, wo er keinen stört, wo er nicht hässlich auffällt und wo man doch gut hin kann wenn man will. – Unter der Treppe direkt hinter der Außenwand der Regie. Die Kabellängen sind da noch akzeptabel und wir haben dort eben ausreichend Platz. Auch der spätere Server soll dort seinen Platz finden.

Gesamtinstallation_Studio

Gut, selbst gemacht haben wir da jetzt relativ wenig und in 3 Stunden hatte der Elektriker den Kasten installiert und an der Hauptzuleitung angeschlossen. Zusätzlich haben wir noch eine separate Potenzialausgleichschiene (eine eigene Erdungsleitung) an die Stelle zum Verteilerkasten legen lassen. Die wird später der direkte Draht zur Mutter Erde sein den unser Studio mit selbiger verbindet. Dazu ist beim Bau des Hauses ein Erdungsband tief in die Erde eingelassen worden.

Erdungsschiene_Studio
Erdungsband

Im Inneren des Verteilerkastens sieht es jetzt so aus:

 20 Sicherungsautomaten – je 10 durch einen eigenen FI – Schutzschalter abgesichert. Dies hat den Grund, dass wenn mal ein FI rausfliegt die Musiker und Techniker nicht gleich im Dunkeln stehen und sich den Weg zum Sicherungskasten durch unnötige Tastbewegungen bahnen müssen.

Dient also auch der Unfallverhütung 🙂

Sicherungen

 Im Hauptschrank des Hauses (wo die Studio-Hauptzuleitung angeschlossen ist) haben wir einen eigenen Zähler für das Studio eingebaut, um die Stromkosten ein bisschen im Blick zu haben. Dieser Zähler läuft nicht direkt über den Stromversorger, sondern nur für uns privat zum ablesen. Dadurch konnten wir einen günstigeren, gebrauchten Zähler der nicht neu geeicht und abgenommen werden musste, verwenden.

Zaehler_Studio

 Hauptsicherung_Studio_Zuleitung

So sieht es also nun aus. Die Interne Verkabelung des Studios ist schon in vollem Gange.

Zuleitungen_Studio
hier die Leitungen für die Stromversorgung ins Studio.

Um die Planung der kompletten Verkabelung des eigentlichen Studios geht es beim nächsten Mal.

Vergesst nicht, wenn euch dieser Blog gefällt, hier unten bei Facebook zu teilen und zu liken. Wir freuen uns immer über positive Resonanz. Wem es nicht gefällt oder dieser Blog nichts bringt weil er schon alles weiß, der kann es ja für sich behalten.

 Viele Grüße

 Simone und Thomas Hemming

2 comments on “Der Elektriker war da – Die Grund-Stromversorgung des Studios

  1. Karl-Heinz Handschuh says:

     Hallo Simone, hallo Thomas,
    die Verteilung sieht ja schon gut aus. Jedoch solltet ihr das Loch (da wo jetzt schon ein paar Kabel ins Studio laufen) genau so groß machen wie der Kabelkanal ist, denn bei 20 Leitungen (ich gehe mal von 3×1.5² aus) ist bei dem kleinen Loch schon bei der Hälfte nichts mehr möglich. Und je voller das Loch ist um so schlechter läßt sich es vergrößern. Meistens beschädigt man ungewollt die bereits durchgeführten Kabel.
    Grüße aus Hamburg
    Karl-Heinz Handschuh  
    @Karl-Heinz
    Danke für deinen Kommentar. Wir bemühen uns die Kabeldurchbrüche zwecks der Schalldämmung so knapp wie möglich zu bemessen. Die 20 Automaten sind gut gerechnet mit Reserve. Beim Bau eines Studios hat man selten ein Ergebnis wie die Planung es versprochen hat. Es kommen noch Dinge hinzu oder fallen weg. Der Wanddurchbruch passt genau auf den benötigten Stand von heute. Falls wir mehr Leitungen benötigen werden wir einen zweiten Durchbruch im benötigten Durchmesser machen.
    Vielen Dank für deinen Hinweis.
    Simone und Thomas

  2. Fuffi says:

    Na ich bin schon auf den nächsten Eintrag “Verkabelung im Studio” gespannt 🙂
    Ich mach dann mal weiter 😉
    @ Fuffi
    da bin ich auch mal gespannt :-))

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