Einbau einer Klimaanlage – Teil1

Einbau einer Klimaanlage Teil 1

Heute geht es um ein sehr heikles Detail im Tonstudiobau: Dem Einbau einer Klimaanlage.

Vorweg möchte ich allen raten die Finger von einem Selbsteinbau zu lassen, die noch nie mit dieser Materie in Berührung gekommen sind. Zum einen ist es schallschutztechnisch und später akustisch eine sehr große Herausforderung, zum anderen müssen Klimageräte regelmäßig gewartet werden und im Falle einer Undichtigkeit der Kondenswasserleitung oder der Kühlflüssigkeitsleitungen kann es zu einem enormen Schaden kommen. Wenn also eine Firma die Anlage eingebaut hat, habt ihr zumindest auch die Garantieleistung der Firma nicht nur über die Geräte, sondern auch der kompletten Installation. Wasserschäden durch Klimaanlagen sind nicht allzu selten.

Fachfirma
Geuder – wir bringen die Kälte gleich mit :-)) 

Heute beschäftigen wir uns aber erst einmal mit den ersten Schritten einer solchen Klimainstallation. Grob gesagt teilt sich die ganze Arbeit in 2 Teile:

1.) die Leitungsverlegung in oder hinter der Wand

2.) die Installation der Innengeräte und des Außengeräts – Inbetriebnahme

Als erstes stand bei uns erst einmal die Verlegung der nötigen Leitungen und Rohre ins Haus. Wir haben beim Einbau der Metallunterkonstruktion die betreffenden Wände noch frei gelassen, damit der Klimainstallateur seine Arbeit leichter und schneller ausführen kann.

Zunächst werden die endgültigen Positionen der späteren Innengeräte an der Wand markiert. Von dort aus zeichnet man eine mit leichtem Gefälle verlaufende Linie. An dieser entlang verläuft später die Kondenswasserableitung. Jedes Klimagerät (in unserem Fall zwei Innensplitgeräte und eine Außeneinheit) produziert bei Betrieb am Tag ca. 7-9 Liter Kondenswasser. Dieses muss über ein Rohr nach außen geführt werden. Dieses geschieht ohne Druck einfach durch eine im Gefälle verlegte Leitung.

 Anzeichnen

Zusätzlich verlegt man die Leitungen für den Kühlflüssigkeitskreislauf und eine Steuerleitung zu jedem Innengerät. Die letzteren werden nach draußen zum Außengerät geführt.

Für unseren Baufortschritt war es erst einmal wichtig, dass die Leitungen hinter der Wand liegen, damit wir mit dem Wändebau fortschreiten können.

Das Schallschutzproblem:

Nun werden ja die Innengeräte jeweils an die vorbeilaufende Kondenswasserableitung angeschlossen. Diese besteht aus einem 30-50mm Kunststoffrohr. D.h. Schall könnte z.B. durch die Öffnung am Innengerät der Regie – durch die Kondenswasserleitung – aus dem Innengerät des Aufnahmeraums in den selbigen oder umgekehrt gelangen. Wäre natürlich dumm. Abhilfe würde hier der Einbau einer Art Sifon schaffen. Durch die Unterbrechung des ursprünglich geraden Verlaufs eines Rohres, durch 90 Grad nach unten und wieder nach oben, wird dem Schall ein Großteil, wenn nicht sogar die komplette Energie entzogen.  Man könnte zur Sicherheit auch 2 Sifons einbauen. Der Nachteil hierbei ist, dass man hinter der Wand immer einen Punkt in der Leitung hat, in dem Wasser steht. Dies ist auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden was einen späteren Wasserschaden betrifft. Event. Sollte man dann an den entsprechenden Stellen Revisionsöffnungen vorsehen um im Falle von Problemen noch hinter die Wand zu kommen.

Wir lösten das Problem anders:

Für jedes Innengerät legten wir eine separate Kondenswasserableitung aus den betreffenden Räumen hinaus und führten diese erst ganz am Ende, in einem Raum in dem kein Innengerät mehr vorgesehen ist, zusammen zu einer Ableitung. Nach draußen tropft das Kondensat nur durch eine Leitung ab.

 Zusammenführung_Klima_fern

Der Metallständer ist noch nicht fixiert und muss so montiert sein, dass er auf keinen Fall die fix an der Rohwand befestigte Leitung berührt.

 Zusammenführung_Klima

Für die anderen Leitungen müssen wir jetzt noch eine Kernlochbohrung nach außen vornehmen und diese nach oben auf eine große Terasse leiten wo später unsere Außengerät stehen soll. Die für ca. 3m an der Außenwand verlaufenden Kabel und Kühlleitungen werden in einer Zink-Fallrohratrappe versteckt wie man es von Dachrinnen her kennt.

Das ist alles aber noch Zukunftsmusik und wird erst in einem 2. Block über die Fertigstellung der Klimaanlage behandelt werden.

 Kabelgewirr_Klima

 So – die Leitungen liegen also hinter der Wand und die Wechsel für die Installationskästen der Innengeräte sind vorgefertigt. Jetzt kann die Unterkonstruktion der Wand vollendet werden.

 Wechsel_Klima

Abtropf_Durchbruch
immer heikel. Den Durchbruch der Kondenswasserleitung nach außen gut, gut abdichten.

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Viele Grüße von der Soundhouse7 Baustelle

 Simone und Thomas

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2 comments on “Einbau einer Klimaanlage – Teil1

  1. Jan Fedder says:

    Wie habt ihr das Problem der Frischluftzufuhr gelöst? Dem Raum wird doch durch die Klimaanalage ständig die Luft entzogen.

    Grossartiger Blog btw.!

    Liebe Grüße Jan

    • soundhouse7 says:

      Hallo Jan,
      wir haben uns aus Kostengründen für die klassische “Fensterlüftung” in den Pausen entschieden. Die Kosten einer Lüftungsanlage waren im Angebot sehr hoch. Auch die Rohrdurchmesser waren in keiner Relation zu unseren Räumlichkeiten.
      VG
      Thomas

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